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Das Museum
Die Geschichte
dieser Ziegelei
Die Gründung
des Museums
Ziegeleien im
Wandel.
Ziegel aus Lehm
und Feuer..
Der Hoffmannsche
Ringofen
Der
Feldbrandofen
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Der Hoffmannsche Ringofen
Der Ofen ist das Herzstück einer Ziegelei, nach seiner
Leistung müssen sich alle Betriebsbereiche richten. Dieser
Ringofen wurde von der Firma Leopold Niestrath aus Bielefeld im Jahre 1925 erbaut. Eigentlich sollte der Bau
bereits 1914 erfolgen, musste aber wegen des 1.Weltkrieges verschoben werden. Ringöfen waren in der Zeit
zwischen 1860 und 1960 die Ziegelöfen. Im Frühjahr wurden im Ringofen die Rohlinge in fünf Kammern so kunstvoll
eingesetzt, dass das später herannahende Feuer die Ware gleichmäßig nachtrocknen und im Hauptfeuer (ca. 1.000° C) brennen konnte. Nun wurde über eine
Anheizvorrichtung die erste Kammer vorsichtig angewärmt und bis auf Brandtemperatur aufgeheizt. Inzwischen setzten die
Einsetzer die nächsten 14 Kammern mit Rohlingen voll. Mit
steigender Temperatur wurden die folgenden Kammern aufgewärmt und die Rauchgase, gut ausgenutzt, über das
geöffnete Rauchventil in den Schornstein entlassen. War die erste Kammer in roter oder gelber Glut, gaben die
Brenner Torfsoden oder Steinkohle in kleinen Portionen über die Schüttlöcher in der Ofendecke in das Hauptfeuer.
Durch die erlöschende Anheizvorrichtung und die abkühlende erste Kammer konnte die Verbrennungsluft hoch erhitzt
zum Feuer gelangen. Alle 10 bis 20 Minuten verlangte der Ofen nach Brennstoff. Die Rauchventile wurden vom
Brenner gemäß des Feuerfortschrittes bedient und brachten dadurch das Feuer in eine kreisförmige "wandernde"
Bewegung. Auch mussten die Brenner die Ofentüren der gefüllten Kammern zumauern oder die abgekühlten
Kammern aufbrechen. Durch diese Wärmewirtschaft konnte 3 der Ringofen sehr ökonomisch betrieben werden. Ein
Rundbrand, dass heißt ein Brand von Kammer 1 bis 20 dauerte bei Vollsteinen etwa 10 Tage, konnte aber bei leichten
Produkten (z.B. Dachziegeln) bereits nach einer Woche beendet sein. Danach begann der Kreislauf in endloser
Reihenfolge bis in den Herbst erneut.
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