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Das Museum
Die Geschichte
dieser Ziegelei
Die Gründung
des Museums
Ziegeleien im
Wandel.
Ziegel aus Lehm
und Feuer..
Der Hoffmannsche
Ringofen
Aktion
Feldbrand
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Hier lohnt sich ein Besuch
Das
Gebiet in Westerholt stand nach dem zweiten Weltkrieg zunächst brach. 1824
wurde vom Landwirt Teebken aus Oberlethe ein Antrag gestellt, dort eine
Schnapsbrennerei zu errichten. Später entschloss er sich aber eine Ziegelei
zu bauen, um die guten Lehmvorkommen unter seinen Ländereien verwerten zu
können. Zunächst wurden alle damit verbundenen Tätigkeiten in reiner
Handarbeit verrichtet, trotzdem konnten pro Saison bis zu 150.000 Steine
hergestellt werden. Die dazu benötigten Fachkräfte waren meist sogenannte Wanderziegler,
denn nur die verstanden etwas von diesem Handwerk. Einige davon wurden in
Westerholt und Umgebung sesshaft. Pferde mussten helfen, den Ton zu
transportieren. Der flüssige Ton wurde in verschiedene Kästen gefüllt und
an der Luft getrocknet. Das ergibt dann einen Rohling, der zu Tausenden in
einfachen Feldbrandöfen gebrannt wurde. Feldbrandöfen gibt es heute nur
noch in Afrika.
Es kam die Zeit der Dampfmaschinen und im
Jahre 1925 wurde von einer Bielefelder Firma ein Hoffmanscher Ringofen
gemauert. Um 1926/27 erhielt die Ziegelei den größten Schornstein
Wardenburgs, den noch heute alle Besucher bestaunen können. Es kam die Zeit
der Inflation und Geldverleiher aus Amerika ermöglichten in den
Saisonmonaten Mai bis Oktober die Herstellung von über eine Millionen
Steine. Die Ziegelei hatte zu der Zeit 16 Mitarbeiter, die nur 38 Pfennige
pro Stunde verdienten. Während des 2. Weltkrieges wurde die Ziegelei
stillgelegt. Nach Kriegsende war aber die Nachfrage nach Steinen sehr groß.
Die Ziegelei wurde wieder Instand gesetzt und durch neue Maschinen
modernisiert.
In den späteren Jahren hätte die Technik ständig verbessert werden
müssen, um das Werk rentabel halten zu können. Statt des Ringofens hätte
beispielsweise ein moderner Tunnelbrandofen installiert werden müssen.
Allgemein wurden jedoch die Chancen für kleine Ziegeleien eher ungünstig
eingeschätzt und so wurde die Ziegelei 1966 erneut geschlossen, diesmal
aber für immer. Die Maschinen wurden teilweise verkauft oder verschrottet.
1990 erfolgte der Antrag, die Ziegelei vollständig abzureißen. Doch die
Bewohner von Westerholt und Umgebung waren der Meinung, dass diese
interessante technische Einrichtung den nachfolgenden Generation erhalten
bleiben müsse. Sie gründeten einen Verein, den Museumsverein Alte Ziegelei
e.V. Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gesetzt, die Ziegelei zu
restaurieren und bereits verfallende Teile wieder herzurichten. Defekte
Maschinen wieder Instand zu setzen und nicht mehr vorhandene Maschinen neu
zu beschaffen - was sich in der Vergangenheit als nicht immer einfach
erwies. Um eine passende Maschine zu finden, war oft die Hilfe des
"Kommissar Zufalls" nötig. Finanziell unterstützt wurde das
Projekt vom Landkreis Oldenburg und der Gemeindeverwaltung Wardenburg.
Praktische Hilfe kam von Berufsfachschulen und auch die Everkampschule hat
mitgeholfen, defekte Zäune und anderes wieder zu reparieren.
Besichtigt werden kann heute
nicht nur die Herstellung von Ziegelsteinen, sondern auch die
Arbeitstechniken im Ziegeleigewerbe, die sich in den letzten
35 Jahren erheblich gewandelt haben. Ein weiterer Schwerpunkt
der Ausstellung ist die Beschreibung der Arbeitswelt, der Belastungen
und teilweise auch der Lebensumstände denen die Ziegeleiarbeiter
ausgesetzt waren. Daneben können Sie Tonarbeiten von Schülern
sehen und ganz stolz sind die Vereinsmitglieder auf einen selbstgebrannten
Dachziegel, in welchen ein italienischer Mitarbeiter nach dem
zweiten Krieg seinen Namen eingraviert hat.
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