Zementfabrik Hemmoor

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Hemmoorer Industriegeschichte:
Was bleibt?

Wappen "Portland-Cementfabrik"120 Jahre nach der Gründung wird gegenüber dem ehemaligen Werksgelände ein kleines Freilichtmuseum eingeweiht, in dem gezeigt wird, was vom Maschinenpark der Fabrik gerettet wurde. Für den Bau des Museums stellt die Landesplanung Hamburg-Niedersachsen 48.000 DM zur Verfügung. Dies zeigt die überregionale Anerkennung dieses Projektes.
Es kann auch eine der letzten noch existierenden Schuten erworben werden, mit denen früher der Zement vom Oste-Hafen Schwarzenhütten in den Hamburger Überseehafen verschifft wurde. In mehr als 6.500 Arbeitsstunden, ehrenamtlich geleistet von früheren Werksangehörigen, entsteht die Museumsschute. Im umgebauten Laderaum erhält der Besucher einen Einblick in die 118-jährige Sozial-, Arbeits- und Wirtschaftsgeschichte des einst größten Industrieunternehmens in der Region.

Museumsschute
In der Museumsschute, einem ehemaligen Zementtransporter, sind viele Exponate
aus der großen Zeit der Hemmoorer Zementproduktion zu sehen; u.a. das fabrikeigene Labor.

Die Plastik eines Arbeiters mit Zementsack weist die auf der B 73 Vorbeifahrenden auf das Deutsche Zementmuseum in Hemmoor hin. Getragen bzw. unterstützt wird es von der "Kulturstiftung Zement aus Hemmoor" und dem Förderverein "Erinnerung an Zement aus Hemmoor".
Öffnungszeiten: Vom 1. Mai bis einschließlich 3. Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 14.00h bis 18.00h. Das Freigelände ist ganzjährig zugänglich.

In der ehemaligen Kreidekuhle, die jetzt ein ca. 60m tiefer See ist, werden Saiblinge und andere Lachse gezüchtet, die in ganz Deutschland als Delikatesse geschätzt werden. Auch im Hotel Adlon in Berlin findet man Hemmoorer Saibling Serviervorschlag "Knoblauch-Saibling"auf der Karte. Den Fischen bekommt das kalkhaltige Wasser sehr gut und sie gedeihen besser als anderswo.
Hier ein Rezeptvorschlag "Knoblauch-Saibling":
Saibling pfeffern, salzen und mit Zitrone abreiben. Den Fisch füllen mit Petersilie, drei geräucherten Knoblauchzehen und Kräuterbutter. Alles in Mehl wälzen und in Butter mit zehn Knoblauchzehen braten - fertig! Dazu reichen Sie am besten kleine Salzkartoffeln. (Mit Dank an Bernd Jürgens vom Restaurant "Kaiserhof" in Hemmoor und  den NDR: DAS!-Sendung vom 7.2.2003).

Der Kreidesee ist außerdem ein beliebtes Ziel für Taucher. Am Grund kann man Überbleibsel des Zementwerkes bewundern. Das Taucher-"Paradies", zu dem jährlich viele Taucher aus ganz Deutschland und sogar aus dem Ausland kommen, birgt jedoch auch seine Gefahren. Es ist schon häufiger passiert, dass Taucher zu schnell auftauchen und der Druckausgleich nicht richtig stattfindet, weil die Luft zu knapp wurde, da die Tiefe falsch eingeschätzt wurde. Dies kann sogar zum Tode führen. Zusätzlich herrschen in der Tiefe sehr niedrige Temperaturen, was zu Vereisungen führen kann. Deshalb ist der Kreidesee nur etwas für erfahrene Taucher.

Heutige Ansicht des Sees
Nach Einstellung der Zementproduktion wurden auch die Pumpen
abgestellt, die die Grube frei von einsickerndem Grundwasser
gehalten hatten. Es entstand ein ca 85 Hektar großer See.

Taucher im Hemmoorer Kreidesee
Der Hemmoorer Kreidesee ist heute eines der beliebtesten Tauchreviere
Norddeutschlands: geschätzt wegen seiner Tiefe, aber nicht ganz ungefährlich.

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