Kunststoffrecycling

 

Was ist Recycling

Warum Recycling

Methoden des Kunststoffrecyclings

Probleme bei dem Kunststoffrecycling

Ausblick


 

Was ist Recycling

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Recycling (engl. = Rückführung)

Streng genommen verseht man unter Recycling, dass ein Stoff ohne neuen Rohstoffeinsatz und ohne einen sehr hohen Verbrauch von Energie wieder genau zu dem Stoff wird, der er früher war.

Recycling ist im idealsten Fall: "Das Wiederverwenden von Kunststoff, wobei das Recyklat in der gleichen Weise wie neuer Kunststoff eingesetzt werden kann."

Im allgemeinen Sprachgebrauch verstehen wir jedoch unter Recycling die Wiederverwertung von Müll.

 

Bei der Produktion und beim Verbrauch von Gütern entstehen Abfälle. Die Rückführung dieser Abfälle in den Stoffkreislauf (Produktion- Verbrauch) durch Verwertung nennt man R.

Beim Recycling wird unterschieden zwischen der wiederholten Benutzung, wie sie z. B. bei Pfandflaschen verbreitet ist, der Wiederverwendung in der Produktion (beispielsweise Flaschen zu Altglas), der Weiterverwertung in anderen Produktionsprozessen (Herstellung von Stahl aus Schrott) und schließlich der Weiterverwendung in neuen Anwendungsbereichen (Verwendung von Altpapier als Dämmmaterial).

 

Warum Recycling

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Um die großen Müllberge zu verringern (es steht kaum noch Deponieraum zur Verfügung) und um die immer knapper werdenden Rohstoffe und Energiequellen zu schonen, ist es wichtig, benutzte Materialien wieder zu verwerten.

Am günstigsten ist es allerdings, Müll zu verneiden. So wird die Umwelt am wenigsten belastet.

Kunststoffe zersetzen sich auch nicht in Millionen von Jahren vollständig, deshalb werden auch unsere Nachfahren noch Spaß mit unserem Müll haben.

 

Methoden des Kunststoff-Recyclings

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Ein großer Teil der produzierten Kunststoffe fällt schon nach relativ kurzer Zeit als Abfall zur Entsorgung oder Wiederverwertung an.

Entsorgt werden kann der Kunststoffabfall auf Deponien und in Verbrennungsanlagen.
Kunststoffabfall auf Deponien zu lagern ist allerdings die schlechteste Lösung, denn das Material wird dann jeder weiteren Nutzung entzogen.
In den Verbrennungsanlagen dient der Kunststoffabfall als Ersatz für Primärbrennstoffe (Kohle, Erdöl, Gas). D
ie entstehende Verbrennungswärme wird genutzt  als Fernwärme, zur Dampfproduktion oder zur Stromerzeugung.
 

Das Wiederverwerten (Recycling) kann in zwei Bereiche unterteilt werden:

bulletmaterielles oder werkstoffliches Recycling,
 
bulletrohstoffliches (chemisches) Recycling.

 

 

Vielfach wird die Wiederverwertung der Idee des Kreislaufes aber nicht gerecht, denn die Rohstoffe, die aus dem Kunststoffabfall gewonnen werden, haben eine deutlich geringere Qualität als das Ausgangsmaterial.

 

Allerdings bemüht sich die Forschung, Verfahren zu entwickeln, um auch "Problemabfälle" (Kunststoffe mit Farbe oder Zusätzen oder Verunreinigungen) kostengünstig und qualitativ gut zu recyceln. So z. B. das Frauenhofer Institut:
Flammgeschütze Kunststoffe enthalten giftige Dioxine und Fuane. Damit dieser Kunststoffabfall nicht in den Verbrennungsanlagen oder auf den Deponien endet, entwickelt das Frauenhofer Institut ein Verfahren, mit dem der Kunststoff zurückgewonnen werden kann (die giftigen Stoffe bleiben dabei in einer Lösung und werden entsorgt).

Im Autobau ermöglicht eine neuartige Technologie Kunststoffe aus Autowracks so zu trennen und so aufzubereiten, dass immer wieder die selben Teile daraus hergestellt werden können.
(Stoßstangen, Instrumententräger, Ventilatoren, Fahrzeugteppiche)

 

 

Der bei der Herstellung der Kunststoffprodukte entstehende Abfall wird normaler weise direkt in den Firmen gemahlen und dem Herstellungsprozess wieder zugeführt, so dass hier eigentlich kein Kunststoffabfall übrig bleibt. Die Firmen Müller Technik,  Nordenia,  Büscherhoff und Burwinkel haben eigene Recyclingmaschinen. Außerdem gibt es in der Nähe die Firma LKR, die Abfälle aus der Produktion recycelt.

 

Probleme des Kunststoff-recyclings

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Ein großes Problem beim Kunststoffrecycling sind die vielen unterschiedlichen Kunststoffe und die vielen Additive. Kunststoffe liegen nicht sortenrein (Farbstoffe, Weichmacher, ...), auch wenn schon im Haushalt getrennt gesammelt wird.  Selbst wenn die Farbstoffe und Weichmacher durch Kennzeichnung sichtbar wären, ist es wirtschaftlich unrentabel, diese Trennung durchzuführen, denn die so gewonnenen Kunststoffe (Recyklat) müssen auf dem Markt mit den billigen neu hergestellten Kunststoffen konkurrieren. Außerdem sind die Endeigenschaften des Recyklats oft schlechter als die der neuen Kunststoffe, da eben nicht so genau getrennt werden kann.

Deswegen ist es manchmal günstiger die Kunststoffabfälle in einer anderen Weise zu verarbeiten. Zwei üblichen Methoden sind:

bulletDie Verwendung von Kunststoffabfälle als Füllmittel,
bulletVerbrennung mit Energiezurückgewinnung.

Im Moment werden Kunststoffe getrennt, so dass ziemlich 'reine' Kunststoffabfallströme entstehen, die separat weiter verarbeitet werden können. Ein Problem hierbei ist, dass es viele verschiedene Kunststoffe gibt, wodurch verschiedene Abfallströme entstehen. Für viele Kunststoffe wie u.a. Polyethylen (PE) ist das an und für sich kein Problem, da das Totalvolumen für weitere Verarbeitung ausreichend ist, bei anderen lohnt sich die Weiterverarbeitung wegen der geringen Menge allerdings nicht.

 

Die verbesserten Recyclingsprozesse ermöglichen es auch die 'schwierigere' Kunststoffströme richtig zu recyclen. Aber diese letzterwähnte Entwicklung befindet sich noch im Anfangsstadium.

In der wissenschaftlichen Welt sind mehrere Konzepte zur Verbesserung des Kunststoffrecyclings entwickelt worden. Diese Konzepte müssen dazu führen, dass das Recyklat für hochwertige Anwendungen eingesetzt werden kann und Mehrwert liefert. Diese Konzepte sind noch nicht reif für kommerzielle Anwendung. Für die weitere Entwicklung dieser Konzepte ist Forschung notwendig.

Bei der rohstofflichen Verwertung werden die Kunststoffe chemisch oder thermisch aufgespalten, so dass Erdöl entsteht. Daraus lässt sich wieder Kunststoff machen. Allerdings muss man bedenken, dass für den erneuten Herstellungsprozess 50 % des Erdöls als Energie verbraucht wird. Da kann man kaum von Kreislauf reden.

 

 

Ausblick

Die Kunststoffwissenschaft beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema biologisch abbaubare Kunststoffe. Damit sind Kunststoffe gemeint, deren Molekülgerüst durch Umwelteinflüsse wie Sonnenlicht, Feuchte oder Mikroorganismen zerlegt und vollständig abgebaut werden kann.

Biologisch vollständig abbaubare Kunststoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe können ökonomisch und ökologisch sinnvoll kompostiert oder z.B. vergoren (Biogas) werden. Es entstehen Kohlendioxid, Wasser und Biomasse, deren Nährstoffe z.B. über den Kompost wieder in den Nährstoffkreislauf eingebracht werden können.

Der Einsatz biologisch abbaubarer Kunststoffe ist allerdings mit Sicherheit nicht in allen Anwendungsbereichen möglich.

 

   

Quellen:

Kunststoffe - Werkstoffe unserer Zeit, Arbeitsgemeinschaft Deutsche Kunststoffindustrie
encarta enzoklopädie, microsoft corporation
htp://www.sign-lang.uni-hamburg.de
http://home.t-online.de/home/hsm_projekt_oil
www.nissan.co.at
www.secumedia.com/umweltfocus/news
http://www.pscg.nl/duits/activiteiten/onderzoek/recycling/aanpakrecycl.htm
http://www.kunststoffe.fcio.at/publikationen/umwelt7.htm