Geheime Kommandosache!
Niederschrift über die Besprechung beim Führer
in der Reichskanzlei am Montag dem 28.9.1942
16/30 bis 18/30 Uhr
| Teilnehmer
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Der Führer Großadmiral Dr.h.c.Raeder Generalfeldmarschall Keitel Admiral Dönitz Admiral Fuchs Vizeadmiral Kranke Vizeadmiral Maertens Konteradmiral Lange Kapitän z.s. v. Putkammer Baurat Waas |
Der Führer leitet die Besprechung mit der Bemerkungen ein, dass er sich
über die augenblickliche Lage des U-Bootkrieges unterrichten wollte und Einblick haben
wollte inwieweit die vorgesehene Entwicklung mit den weiteren Erfordernissen des Krieges
Schritt halte.
B.d.U. trägt weiter vor, das eine Schwäche des U-Bootes in einer geringen
Augenhöhe liegt.
Chef Skl.U führt dazu aus, welche Entwicklungen auf diesem Gebiet laufen.
1. Die Einführung des Beobachtungsmastes, der aber nur eine
Behelfslösung darstellen kann, weil er mit etwa 10 m Höhe einen zu geringen Nutzeffekt
hat.
2. Der Tragschrauber Bachstelze, der für größeren Boote vorgesehen wird. An Hand von Bildern wird das Model ausführlich erläutert.
Der
Führer hatte zunächst auf Grund der in früherer Zeit beim Heer gemachten Erfahrungen
Bedenken, dass sich der Apparat sicher in der Luft halten würde. Er glaubte ferner, dass
durch das Drahtseil elektrischer Strom nach oben geschickt werden sollte.
Konteradmiral Lange führte aus, dass dieses System geprüft, aber verworfen
sei, weil die Sicherheit ungenügend wäre und dass der Tragschrauber lediglich durch
Winddruck ohne Motor arbeitet.
Admiral Dönitz meldete dem Führer, dass er in Paris die Versuche im Windkanal
gesehen habe und dort einen sehr guten Eindruck von dem Apparat gewonnen habe.
Der Führer erkundigte sich weiterhin nach der Unterbringung des Apparates in
dem Boot, die ihm vom Chef Skl.U auf der Zeichnung gezeigt wurde.
(Die Teilnehmer billigten im weiteren Verlauf der Sitzung ausdrücklich die
Weiterentwicklung der Bachstelze.)
Zitiert nach einer Niederschrift, die im Hubschraubermuseum
Bückeburg archiviert ist.